Benedikt Berger
Pastoralreferent
Der Kirchort liegt in Hohenstein-Breithardt im nördlichen Teil der Pfarrei.
Die Kapelle "Herz Jesu" in Hohenstein-Burg Hohenstein (Unterdorf) gehört mit zum Kirchort.
Folgende Veranstaltungen laden dazu ein, in der Kirche und dem Tagungsraum Gemeinschaft im Glauben zu feiern.
Anreise: Backhausgasse 10, 65329 Hohenstein
Bildergalerie
Heimat
Um eine neue Heimat nach der Vertreibung zu finden, haben die katholischen Neubürger in Hohenstein 1956 die Kirche gebaut. Viele von uns sind auch nicht in Hohenstein geboren und haben doch hier in dieser Kirche eine neue Heimat gefunden, fast eine neue Familie. Das möchten wir gerne auch anderen vermitteln.
Caritatives
Kirche ist dafür da, anderen das Leben zu erleichtern. Bei uns gibt es auch Einsame, Kranke, Vergessene - und es gibt Menschen, denen wir nur gelegentlich begegnen, weil Menschen ohne Wohnung in die Städte gehen. Auch ihnen wollen wir zeigen, dass Gott sie nicht weniger liebt als uns.
Ökumene
Gerne feiern und arbeiten wir zusammen mit unseren evangelischen Mitchristen aus den Gemeinden Breithardt, Burg-Hohenstein und Steckenroth und den anderen umliegenden evangelischen Pfarreien.
Familien
Kinder sind lebhaft, neugierig und immer in Bewegung. Das hat Gott offensichtlich so gewollt. Genau so sollen sie auch bei uns sein dürfen, und sie sollen kennenlernen können, was wir an unserer katholischen Tradition schätzen und lieben und wie wir besondere Momente und Ereignisse unseres Lebens feiern.
Musik
Wenn wir singen, geht es nicht um Likes oder um perfekte Kunst - wir singen im Gottesdienst, weil Lieder so viel mehr sagen als Worte, und weil es froh macht zu singen. Wenn es perfekt sein soll, verlassen wir uns auf unseren Kirchenchor Quintessenz, denn die üben das Singen jede Woche und haben schon etliche CDs aufgenommen.
Bei Interesse sprechen Sie bitte Frau Watzal an (Tel. 0159 0215 0067) (E-Mail)
Traditionen
Die katholische Kirche hat viele Traditionen hervorgebracht, nicht alle erscheinen uns heute zeitgemäß. Als Beispiel einer Tradition, die auch heute noch große Freude macht, steht für uns das Fronleichnamsfest, an dem wir unseren Glauben und unsere Hoffnung in einem Blumenbild immer neuen Ausdruck geben. Das Besondere daran versteht vielleicht nur, wer einmal dabei gewesen ist.
Dorfkirche
Viele Menschen lieben die großen, kunstvoll geschmückten Kirchen - wir sind froh, eine Kirche zu haben, die man auch mit dem Fahrrad oder zu Fuß erreichen kann, wir sind die ganze Woche über schon genug unterwegs. Im Pfarrsaal unter der Kirche kann man auch gemeinsam frühstücken, und viele besondere Feste wurden dort schon gefeiert. Der Pfarrsaal wird auch vermietet.
Kapelle Herz-Jesu
In Burg-Hohenstein steht die Herz-Jesu-Kapelle im Unterdorf an einem Berghang, im Dunkeln ist sie gar nicht zu finden. Sie ist besonders schön ausgemalt und ist beliebt für Hochzeiten, wenn alle Gäste gut zu Fuß sind. Eine interessante Geschichte hat sie auch.
Nähere Informationen auf der Seite Chöre & Kirchenmusik.
(*26.12.1751, +15.3.1820)
„Leben und Glaube waren für ihn eins“
Als neuntes Kind (von zwölf) einer Handwerkerfamilie geboren und Johannes getauft, wäre er gern Priester geworden, musste aber das Bäckerhandwerk lernen, bis ihn das Kloster, in dem er arbeitete, mit 21 Jahren das dortige Gymnasium besuchen ließ; er wurde Mönch, wählte als neuen Namen Klemens Maria und lebte einige Zeit als Einsiedler, bis Kaiser Joseph II die Einsiedeleien schließen ließ.
Nach Pilgerfahrten nach Rom fand er in Wien Sponsoren für ein Theologiestudium in Wien und Rom, dort trat er in den Orden der Redemptoristen ein, den er nördlich der Alpen etablieren sollte. In Österreich war das nicht möglich, also reiste er mit zwei Ordensbrüdern nach Osten und übernahm in Warschau die Leitung der deutschen Kirche St. Benno, zwanzig Jahre lang missionierten sie dort, predigten, gründeten Waisenhäuser und Schulen und hatten großen Einfluss, bis 1808 Napoleon Polen besetzte, alle religiösen Einrichtungen schließen ließ, die Redemptoristen gefangen setzte und in ihre Heimatländer auswies.
Zurück in Wien war Klemens bald Mittelpunkt katholischer Reformen, als moderner Prediger war er sich der Wirkung von Presse und Literatur sehr bewusst, und als geistlicher Berater hatte er Einfluss auf romantische Dichter wie Schlegel, Mörike und Eichendorff, auf wichtige Politiker seiner Zeit, später berühmte Kanzelredner lernten bei ihm und es gelang ihm mit einem Netz an Unterstützung die Gründung einer deutschen Nationalkirche zu verhindern. Sein Kampf gegen die Einschränkung der Religion unter Kaiser Joseph II. führte fast zu seiner Ausweisung, aber bei dessen Nachfolger Franz I erreichte er die Zulassung der Redemptoristen in Österreich.
Klemens starb am 15.3.1820 in Wien, wurde 1888 selig- und 1909 heiliggesprochen; für die Erbauer unserer Kirche also ein moderner Heiliger wie etwa für uns Mutter Teresa.
Sein Einsatz für die Verkündigung des Evangeliums als Frohbotschaft von der grenzenlosen Liebe Gottes und seine Zuwendung zu den Armen und Ausgegrenzten, mit denen er genauso Umgang hatte wie mit den gefeierten Größen seiner Zeit, können auch uns heute Motivation und Vorbild sein.
– dieses adventliche Wort stellte Abt Möhler (Kloster Schönau), der am 15.12.1957 die Kirche in einem feierlichen Hochamt weihte, seiner Predigt voran. 50 Jahre sind seit dem vergangen.
„Freut Euch, denn der Herr ist nahe“ – das konnten sicherlich viele hier erfahren, die Gott suchten. Geistliche und viele in der Gemeinde machten es sich zur Aufgabe, Gottes Nähe den Menschen nahe zu bringen: in der Verkündigung, in der Feier der Sakramente, im caritativen Tun, in Begegnungen, in Verantwortung für die Gemeinde... Dafür gebührt ihnen allen Dank – den Bekannten und den Ungenannten!
„Freut Euch, denn der Herr ist nahe.“ Dieses Wort des Anfangs ist wie ein Vermächtnis für die Zukunft: es gilt, diese Zusage und diese Erfahrung zu leben und weiter zu geben – und dies nicht mit einem wehmütigen Blick zurück, sondern zuversichtlich für die Zukunft bei allem Wandel. „Freut Euch, denn der Herr ist nahe!“ – das ist doch ein Wort, auch für die Zukunft!
Die Chronik kann nur ein kleiner Abriss der Geschichte sein – unvollkommen und ergänzungsbedürftig. Ich danke allen, die geholfen haben mit Bildern u.a.m. dieses Mosaik zu erstellen. Sicherlich gab es im Laufe der Jahre einige Personen, deren Engagement für die Kirche ausdrücklich genannt werden sollte. Aber wo beginnen, wo enden? So gilt der Dank allen! „Freut Euch, denn der Herr ist nahe.“
Advent: Gott ist im Kommen. Kommt er an – bei mir, bei Dir, bei uns? Heute, in Zukunft? Unsere kleine Kirche ist jedenfalls ein Ort, der das Kommen Gottes in unsere Welt wach und gegenwärtig hält. Gottes Segen und Gottes Nähe begleite Sie und unsere Kirche!
Josef Gröning, Pfarrbeauftragter
15. Dezember 2007
Die Chronik "50 Jahre Katholische Kirche" von 2007 können Sie hier nachlesen.
Pastoralreferent
Pater Jinoo (CMI)
Bad Schwalbach
Ortsausschuss-Vorsitzende:
Petra Franz
Jugendvertreterin:
Hannah Hagen
Vertreterin im Pfarrgemeinderat:
Heike Hartmann
Vertreter im Verwaltungsrat:
Matthias Franz
Die Kapelle liegt in Hohenstein-Burg Hohenstein (Ortsteil Unterdorf).
Zu gegebenen Anlässen findet hier ein Gottesdienst statt. Die Termine finden Sie im Kalender.
Bildergalerie
100 Jahre wechselvoller Geschichte in Welt und Kirche, die sich auch in einem Ort und in einer Kapelle widerspiegeln – in allem ein Werden und Vergehen.
Die Chronik "100 Jahre Herz Jesu Kapelle" von 2007 können Sie hier lesen.
Am Bahnhof 1
65329 Hohenstein
(Ortsteil Burg Hohenstein-Unterdorf)